württembergische und badische Schmalspurmodelle in Spur 0e / 0m
 

 

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  Württemberg, Geschlossener Güterwagen 750 mm, Esslingen 1910
 

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Zum Vorbild

Als Vorbild für dieses Modell dienen die geschlossenen Güterwagen der Königlich württembergischen Staatseisenbahn aus der 2.Bauserie 1910, baugleich wurden in den 20er Jahren noch einige Wagen derselben Bauart nachbestellt.

Wie die Wagen der 1. Bauserie wurden auch alle weiteren Wagen von der Maschienenfabrik Esslingen hergestellt. Die beiden Bauserien unterscheiden sich in kleineren aber auch wesentlichen Konstruktionsdetails.

Die Wagen der 1. Bauserie waren etwas leichter gebaut. Es wurden sowohl beim Fahrwerk, wie auch beim Wagenkasten kleinere Eisenprofile verwendet. Die Wagen der 1. Serie hatten deshalb nur ein Ladegwicht von 10 to, die der 2. Serie mit stärkeren Profilen hatten ein Ladegewicht von15 to .

Die augenfälligsten Unterschiede sind gut erkennbar. Die Wagen der 1. Serie haben gekuppelte Lenkachsen, das heißt der Schemel der Mittelachse ist über Lenkstangen mit den Außenachsen verbunden, damit in engen Kurven bei Seitenverschiebung der Mittelachse die Geometrie der äußeren Achsstellung sich einstellt. Diese Wagen haben unter dem großen Längsträger kein Sprengwerk. Die Mittelachse war nicht gebremst.
Die Wagen der 2. Serie haben freie Lenkachsen (Vereinslenkachsen) und zur Erhöhung der Tragfähigkeit unter den Längsträgern des Fahrgestells ein Sprengwerk und die Mittelachse ist auch gebremst.

Ein weiterer Unterschied ist bei den Seitenwänden zu erkennen. Die Wagen der 1. Serie hatten bei Auslieferung auf jeder Wagenseite 2 gleich große quadratische Lüftungsöffnungen mit Gitter und einem innen liegenden Laden (jeweils im äußeren Feld). Die beiden oberen Ecken der Öffnungen waren abgerundet.
Die der 2. Serie hatten je Wagenseite eine quadratische Lüftungsöffnung mit Gitter (linkes äußeres Feld) und Laden und eine rechteckige Öffnung nur mit einer Klappe (rechtes äußeres Feld). Bei den verschiedenen Wagen wurden diese Öffnungen mit der Zeit unterschiedlich modifiziert.

Zur Länderbahnzeit fuhren die Wagen noch mit einem Bremsersitz. Ein Werksfoto mit DRG Beschriftung vor 1928 zeigt auch noch einen Wagen der 2. Bauserie mit Bremsersitz. Ob und wie lange die Sitze bei der DRG vorhanden waren ist nicht belegt.

Einige der Wagen wurden zu Beginn der 50er Jahre von der DB zu Pufferwagen umgebaut.